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Im Wizemann

Phillip Boa and the Voodooclub

Phillip Boa and the Voodooclub

17. März 2017
Club

Blank Expression Tour 2017

SKS Michael Russ GmbH

Mit der Zeile „I just wanna smash the mirrors“ rief Phillip Boa schon in seiner 1988 veröffentlichten Antipop-Hymne „Kill Your Ideals“ zum Sturm gegen persönliche und gesellschaftliche Dogmen auf. Zum Hinterfragen der alten Ordnung und zur ständigen Neubewertung dessen, was zwischen Mikro- und Makrokosmos vor sich geht. Und auch fast dreißig Jahre später ist dieser Schlachtruf aktueller denn je. Irgendwelche prunkverzierten Spiegel oder der schöne Schein interessieren den Indierocker und seinen berühmten Voodooclub bis heute nicht; und wenn, dann nur, um aus vollem Lauf in das oberflächenpolierte Hochglanz-Idyll hinein zu treten und hinter die Kulissen zu schauen. Viel lieber hat der überzeugte Alternative-Anarchist schon immer vertonte Bilder aus seiner eigenen Welt geschickt. Einem faszinierenden, metapherstrotzenden Universum, in dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Und auch sonst hat Boa nach seinen ganz eigenen Regeln gespielt, sich konsequent sämtlichen kommerziellen Mechanismen verweigert und sich so in den vergangenen drei Dekaden gegen alle Widrigkeiten zu einem der kredibilsten, einfluss- und erfolgreichsten Avantgarde-Pop-Acts innerhalb der europäischen Musiklandschaft entwickelt. Nach 30 intensiven Jahren und mehr als 2 Millionen verkauften Tonträgern blickt Phillip Boa mit seiner ultimativen Werkschau „Blank Expression“ einerseits auf seine wichtigsten Singles zurück, und legt mit „Fresco – A Collection Of 12 New Songs“ brandneue, unveröffentlichte Songs vor!

 

 

„Blank Expression“ – ein archetypisch zweideutiger PHILLIP BOA AND THE VOODOOCLUB-Albumtitel, wie er im Buche bzw. auf dem Cover steht. Ein Name, der sich in vielerlei Hinsicht interpretieren lässt; so wie fast alles, was der Indie-Lord und augenzwinkernde „Ex ½ Popstar“ (Boa über Boa) bisher abgeliefert hat: Die Entscheidung, ob es sich bei „Blank Expression“ um „völlige Ausdruckslosigkeit“, oder eben „den puren, unverfälschten Ausdruck“ handelt, überlässt der Voodooclub-Mastermind einmal mehr seinen treuen Hörern. Bereits seit Release seines 1986er Debütalbums „Aristocracie“ sieht sich Phillip Boa als Maler, der mit Text und Ton das verewigt, was ihn bewegt. Ein Ausnahmekünstler im besten Sinne, dem Zahlen und Fakten im Grunde egal sind, obwohl sie klar für ihn sprechen: Neben seinem Kultstatus innerhalb der deutschen Rock- und Popwelt hat sich der Voodooclub auch einen hervorragenden Namen im Rest Europas, Großbritannien und sogar bis hin nach Japan erspielt. Bis heute stellt er die deutsche Formation mit den meisten „Album und Single der Woche“-Auszeichnungen in der britischen Musikpresse dar (8 Mal „Single der Woche“- und 5 Mal „Album der Woche“-Prädikat im NME, Melody Maker und Sounds). Die Bühne teilte sich der Voodooclub mit den verschiedensten internationalen Superstars von David Bowie bis Bob Dylan, von Nick Cave bis Sonic Youth, von Björk und den Residents bis Gun Club und Iggy Pop. Für die Produktion seiner Alben zeichnen weltbekannte Studioikonen wie Tony Visconti (David Bowie), John Leckie (Morrissey, New Order), Gareth Jones (Interpol, Depeche Mode), Gordon Raphael (The Strokes), Ian Grimble (Manic Street Preachers, Bauhaus, Mumford & Sons) verantwortlich, während man heute auf in der Musikszene wie auch im Feuilleton hoch gelobte Zusammenarbeiten mit unzähligen renommierten Geistesverwandten wie Aphex Twin, LFO, Schneider TM, The Notwist, Can-Drummer Jaki Liebezeit oder Brian Viglione (Dresden Dolls, Nine Inch Nails) zurückblicken kann. Mit der in vier unterschiedlichen Formaten erscheinenden Best Of „Blank Expression“ wird nun das Schaffen eines der bedeutendsten und auch eigenwilligsten deutschen Songwriter, Sänger und Musiker gewürdigt.

Kartenkauf im Ticketcenter von Stuttgart LIVE am Charlottenplatz. Kartentelefon 0711 550 660 77 oder www.stuttgart-live.de.

Freitag, 17 - 03 - 2017

19:00 Uhr

20:00 Uhr

Club

 

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