SWR SYMPHONIEORCHESTER

LINIE 2: SCHÜTZ, HARTMANN, BARTÓK

Datum
Einlass
Beginn
Raum
Halle
Veranstalter
SWR Symphonieorchester

WIE LIEGT DIE STADT SO WÜSTE

HEINRICH SCHÜTZ
"Der Herr schauet vom Himmel" aus Kleine geistliche Konzerte I SWV 292

KARL AMADEUS HARTMANN
Concerto funebre

BÉLA BARTÓK
Divertimento für Streichorchester Sz 113

MATTHIAS WECKMANN
Kantate „Wie liegt die Stadt so wüste“

Johanna Zimmer, Sopran
Georg Gädker, Bass
Jermolaj Albiker, Violine
SWR Symphonieorchester

Andrew Manze, Dirigent

"Wie liegt die Stadt so wüste" mit Andrew Manze, Jermolaj Albiker (Violine), Johanna Zimmer (Sopran) und Georg Gädker (Bass): Das letzte Linie 2-Konzert der Saison 2023/2024 präsentiert ein Programm aus Werken des Barocks und der klassischen Moderne, überschrieben mit der zeitlosen Thematik "Musik in Zeiten des Krieges". Den Rahmen bildet zu Beginn ein Stück von Heinrich Schütz aus seinen "Kleinen geistlichen Konzerten" (1636): "Der Herr schauet vom Himmel" aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs, dessen Text als Motto des gesamten Programms fungieren kann:

Der Herr schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder
daß er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage,
aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig,
da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

Am Ende steht ein weiteres Werk aus dem Barock, das geistliche Konzert "Wie liegt die Stadt so wüste" von Matthias Weckmann (1669), das von den Verwüstungen des Krieges und dem menschlichen Elend der damaligen Zeit erzählt. Dazwischen erklingen zwei Werke der klassischen Moderne, beide aus dem Jahr 1939, kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges komponiert, die in einer Art "Ästhetik des Vorscheins" (Bloch) bereits die Katastrophe kommen sehen: Karl Amadeus Hartmanns Concerto funèbre für Violine und Streichorchester und Bela Bartóks Divertimento für Streichorchester (mit einem großen Lamento als langsamem Satz).


Mit Andrew Manze übernimmt ein ausgewiesener Barockspezialist die Leitung, der als langjähriger Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie Hannover ebenfalls versiert die Musik des 20. Jahrhunderts zur Aufführung gebracht hat. Jermolaj Albiker ist Konzertmeister des SWR Symphonieorchesters, die beiden Gesangssolisten sind Mitglieder des SWR Vokalensembles.